„Wir haben ‚Seine Durchlaucht‘ sagen müssen“

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STADT SALZBURG. Zuerst Ingenieur für Holz- und Sägetechnik, dann Chef des bekannten Geschäftes „Kunststücke“ im Europark und nun auch noch Künstler – Josef Gappmair – ein Salzburger mit vielen Talenten.

Arbeiten für einen Fürsten

Bevor er das Salzburger Kultgeschäft „Kunststücke“ aus der Taufe hob, besuchte Josef Gappmair die HTL Holz- und Sägetechnik in Kuchl. Im Anschluss fand er in der Steiermark Brot und Lohn – genauer in Unzmarkt. „Dort war Fürst Johannes von und zu Schwarzenberg unser Chef. Ich habe gleich am Anfang gefragt, wie ich den Herrn Fürst anzusprechen hätte. Mit ‚Seine Durchlaucht‘ war die Antwort“, erinnerte sich Josef Gappmaier mit einem Lächeln. Damals, im Alter von 21 Jahren, kannte er Adelige nur aus Heimatfilmen.

Kunststücke Nummer 1

Irgendwann kam für Josef Gappmair der Moment, an dem es in die Selbststänigkeit ging. Seit der Eröffnung des Europarks in Salzburg hat er das Geschäft „Kunststücke“, in dem allerlei Kleines, Großes, Kurioses und auch Praktisches auf kleiner Fläche angeboten wird. Der Aufbau, die Pflege und die Fortführung dieses Salzburger Kleinodes füllt Gappmair nicht zur Gänze aus.

Kunststücke Nummer 2

Neben dem Geschäft „Kunststücke“ erschafft Josef Gappmaier selbst auch Kunststücke. „Meine Affinität zur Technik sieht man auch in meinen Bildern. Ich feile lange am optimalen Bild. Dabei nutzte ich mittlerweile die spezielle Technik der venezianischen Marmorierung. Hier wird in einer Schale Wasser gegossen, darauf schwimmen dann verschiedenste Ölfarben und diese werden dann mit Plexiglasscheiben abgeschöpft.

„Zukunft in meiner Kopfgalerie“

Für seine künstlerische Zukunft sieht Josef Gappmair die Verschmelzung von Bild und Skulptur. „Ich möchte ein Bild schaffen, dass den Rahmen im wahrsten Sinne sprengt. Im Zusammenspiel zwischen Farben, Skulptur und Licht steckt viel Energie. Diese Arbeiten existieren aber im Augenblick nur in meiner Kopfgalerie“, sagt Josef Gappmair.

Gappmair 02

Josef Gappmair erklärt sein Kunstverständnis den Besuchern seiner Ausstellung.

Gappmair 03

„Arikara Mann“, 2007, 100×70 cm, Öl auf 2 Plexiglasebenen.

Gappmair 04

Funky Tiger“ , 2012, 70×100 cm, Mischtechnik auf 2 Plexiglasebenen.

Gappmair 05

Links: Dom Salzburg, 2012, 100×70 cm, Mischtechnik auf 2 Plexiglasebenen, Vorderseite. Rechts: „Jesus“ , 2012, 100×70 cm, Mischtechnik auf 2 Plexiglasebenen, Rückseite.

Gappmair 06

Links: „Chiparopai“, 2006, 70×50 cm, Öl auf 2 Plexiglasebenen. Rechts: „Zwei Gamaschen“, 2006, 70×50 cm, Öl auf 2 Plexiglasebenen / Spiegel.

Gappmair 07

„Cheyenne“, 2008, 70 x 50 cm, Öl auf 2 Plexiglasebenen .

Gappmair 08

„Karajan“, 2007, 100 x 70 cm, Öl auf 2 Plexiglasebenen.

Bilder/Fotos: Gappmair

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