Wärme aus dem Wald

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LAND SALZBURG. Mit einem Tag der offenen Tür wurde gestern, Donnerstag, 30. Oktober, die neue Hackgutlagerhalle bei der Bio-Wärme Lofer offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Platz für Holz und Mensch

Das heuer umgesetzte Projekt umfasst neben einer Lagerhalle für die Zwischenlagerung von Hackgut auch zwei Trocknungsboxen mit einem Volumen von insgesamt 920 Kubikmeter sowie einen asphaltierten Lagerplatz. Die Bio-Wärme Lofer hat zu diesem Zweck ein Grundstück im Gemeindegebiet von St. Martin bei Lofer nahe der Pinzgauer Straße B 311 erworben und die Halle im Ausmaß von 60,4 Meter mal 30,4 Meter mit angeschlossenen Büro- und Sozialräumen errichten lassen.

Öl für Schwaiger ein Auslaufmodell

“Eine sichere Versorgung ist neben den Preisvorteilen, die Biomasse gegenüber fossilen Brennstoffen hat, eine wesentliche Säule, damit sich die erneuerbaren Energieträger nachhaltig durchsetzen”, so Energiereferent Josef Schwaiger bei der Eröffnungsfeier. “Allein in den vergangenen zehn Jahren ist es so gelungen, den Heizölverbrauch im Land nahezu zu halbieren. Heizen mit Öl ist ein Auslaufmodell. Im Neubau wird de facto keine Ölheizung mehr eingebaut. Auch wenn der Heizölpreis im Moment relativ niedrig erscheint, ist er noch doppelt so hoch wie 2005 und immer noch deutlich höher als der Preis für Hackschnitzel, Brennholz und Pellets. Es ist deswegen wichtig, die steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energieträgern zuverlässig decken zu können. Das gelingt mit Projekten wie diesem.”

Kapazitäten wurden zu gering

Vor Umsetzung dieses Projekts verfügte die Bio-Wärme Lofer bereits über eine Halle zur Trocknung in Lofer und einen Lager- und Aufbereitungsplatz in St. Martin. Diese Kapazitäten sind jedoch nicht mehr ausreichend. Durch die Errichtung eines Standortes für Trocknung, Lagerung und Verarbeitung mit guter verkehrstechnischer Anbindung können nun Transportzeiten und -kosten erheblich reduziert werden. Die Kapazität zur Erzeugung hochwertiger Hackschnitzel mit kontrolliertem Feuchtigkeitsgehalt erhöht sich mit dem Projekt von 5.000 Schüttraummeter auf 15.000 Schüttraummeter. Das neu geschaffene Angebot deckt sich mit der steigenden Nachfrage in der Region nach hochwertigem, trockenem Hackgut und stellt damit einen wesentlichen Beitrag zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit mit regionalem, hochwertigem Brenngut dar.

Foto: LMZ Franz Neumayr

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