Verdacht auf Noroviren im Seniorenwohnhaus Nonntal

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STADT SALZBURG. Mit Durchfällen und Erbrechen kämpfen derzeit zehn Bewohner und ein Pfleger des Seniorenwohnhauses Nonntal. Es besteht der Verdacht auf eine Noroviren-Infektion. Das Gesundheitsamt ist eingeschaltet. An allen Zugängen zum Haus wurden Info-Tafeln und mobile Händedesinfektions-Spender aufgestellt.

Gemeinsame Aktivitäten reduziert

„Wir haben zuletzt Mitte Oktober eine Schulung mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Thema Noroviren gemacht. Derzeit arbeiten wir den Maßnahmenkatalog Punkt für Punkt ab“, sagt der Leiter der städtischen Senioreneinrichtungen Ernst Hörzing. Info-Blätter wurden verteilt. Die Bewohner essen bis auf weiteres in ihren Wohnungen. Gemeinsame Aktivitäten wurden reduziert. Besuche bleiben eingeschränkt möglich. Proben wurden mittlerweile ins Labor geschickt, um abzuklären, ob es sich tatsächlich um Noroviren handelt. Im Lauf des Nachmittags dürften die Ergebnisse da sein.

Fakten über Noroviren

Noroviren treten vor allem von Oktober bis März immer wieder plötzlich auf. Sie sind für 24 Stunden hochinfektiös. Größeres Gefahrenpotential bergen sie aber ausschließlich für Menschen mit Vorerkrankungen. Die Übertragung erfolgt z.B. durch Handkontakt mit kontaminierten Flächen oder durch die orale Aufnahme virushaltiger Tröpfchen (etwa durch Hilfeleistung bei Erbrechen). Kinder unter fünf Jahren und ältere Personen über 70 Jahren sind besonders häufig betroffen.

Foto: Stadt Salzburg

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