“Tiere sind kein Weihnachtsgeschenk”

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LAND SALZBURG. Kurz vor dem Weihnachtsfest steigt erfahrungsgemäß die Nachfrage nach “lebenden Weihnachtsgeschenken”. Besonders Kinder wünschen sich häufig tierische Hausgenossen. Doch dem Wunsch nach einem Haustier unüberlegt nachzugeben oder gar völlig ahnungslosen Personen ein Tier als Präsent zu überreichen, geht in vielen Fällen schief. Denn “alle Jahre wieder” werden Tiere nach den Festtagen im nächsten Tierheim abgegeben oder im schlimmsten Fall einfach ausgesetzt.

Rössler warnt davor, unüberlegt ein Tier zu verschenken

Tierschutzreferentin Astrid Rössler (Grüne) warnte heute, Mittwoch, 17. Dezember, davor, unüberlegt Tiere zu schenken. “Die Entscheidung, ein Tier anzuschaffen, sollte grundsätzlich der künftige Tierhalter selber beziehungsweise die Familie in Ruhe treffen. Die oft hektische Vorweihnachtszeit ist hier mit Sicherheit kein geeigneter Zeitpunkt”, so Rössler. “Wer sich ein Tier anschaffen möchte, sollte dies nur nach reiflicher Überlegung tun. Denn Tiere sind Lebewesen und keine Handelswaren, die nach Weihnachten einfach wieder zurückgegeben oder umgetauscht werden können.”

Unseriöse Händler bieten massenhaft Tiere an

Keinesfalls sollte man sich zu Spontankäufen von Tieren aus dem Internet hinreißen lassen. Häufig bieten unseriöse Händler massenhaft Tiere an, die jedoch nicht selten zu jung und krank sind. Hohe Tierarztkosten oder die Gefahr, sich selber durch den Kauf eines illegal importierten Tieres strafbar zu machen, sollten jeden davon abhalten, sich ein Tier wie ein Kleidungsstück im Internet zu bestellen.

Abwägen, ob das Tier gut versorgt wird

Setzt man sich hingegen ernsthaft mit dem Kauf eines Tieres auseinander, so sollten sich künftige Besitzer im Vorfeld ausreichend über die Art und auch die Haltungsbedingungen informieren. Es gilt abzuschätzen, ob man für die ausgewählte Tierart ein Tierleben lang die erforderliche Fürsorge und geeignete Haltungsbedingungen bieten kann. Dazu sind neben Futter und Anschaffung von Heimtierbedarf auch die tierärztliche Versorgung und die Pflege des Tieres als fixe Kostenpunkte einzurechnen. Auch folgende Punkte sind beispielsweise zu überlegen: Wer übernimmt in der Familie welche Pflichten der Tierpflege? Wer sorgt notfalls für den tierischen Schützling, wenn die Familienmitglieder ausfallen? Wohin mit dem Tier, wenn die ganze Familie auf Urlaub fährt?

“Wird nach reiflicher Überlegung ein Tier angeschafft, so sollte man das neue ‘Familienmitglied’ nur von einem seriösen Züchter erwerben oder auf Tiere aus dem Tierheim zurückgreifen. Hier warten viele Tiere auf ein neues Zuhause, manche von ihnen schon seit Jahren”, so die Tierschutzreferentin.

Foto: Land Salzburg

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