Tetris in Beton gegossen

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LAND SALZBURG. “Kunst am Bau ist seit 1980 ein wesentlicher Bestandteil von künstlerischer Auseinandersetzung in Verbindung mit Bauvorhaben des Landes Salzburg. Kunst findet nicht mehr verpflichtend an den Bauvorhaben des Landes statt, sondern entsteht dort, wo man sich ausdrücklich für die Kunst entscheidet. Sie kann nun auch vorübergehend im öffentlichen Raum präsent sein oder einen kritischen Beitrag repräsentieren.” Dies erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer am Donnerstag, 25. September, bei der Feier zur Fertigstellung des “Turmbaus zu Wals”, einer dem Computerspiel Tetris nachempfundenen Turmkonstruktion aus Betonteilen, die in der Landesberufsschule Wals unter Anleitung des Künstlers Wendelin Pressl hergestellt wurde. Das Projekt wurde aus dem Fonds Kunst am Bau unterstützt.

Schüler nahmen teil

Die Landesberufsschule Wals wurde 2009/2010 saniert und erweitert. 2011 wurde zur Gestaltung des Vorplatzes ein Wettbewerb ausgelobt. Zentrale Zielsetzung der Ausschreibung war die inhaltliche und technische Bezugnahme auf die in der Schule angebotenen Berufssparten sowie die Teilnahme der Schüler hinsichtlich ideeller Konzeption und praxisorientierter Umsetzung.

Tetris als Vorlage

Der Gewinner der Ausschreibung, Wendelin Pressl (*1971), verband die materialbasierte Konstruktionstechniken des Ziegelbaus mit virtuellen Konstruktionsmöglichkeiten des Computerspielklassikers “Tetris”, um gemeinsam mit den Schülern einen beinahe sechs Meter hohen Turm aus einem Bausteinsystem zu produzieren und zu errichten. So wurden in der Abteilung für Schalungsbau die Würfelbausteine in gefärbtem Beton gegossen und dann gestapelt. Das Prinzip des Aufeinanderschichtens von Bausteinen als Urform baulichen Gestaltens ist mit digitaler Populärkultur – mit den virtuellen Stapelmöglichkeiten des Computerspiels – kombiniert, um spielerisch eine Verbindung zwischen traditioneller Bauweise und digitalen Möglichkeiten des Anordnens von Bauelementen herzustellen. Die 15.000 Euro Materialkosten trägt die Schule, 51 Schüler/innen waren an dem Projekt beteiligt.

Fotos: LMZ/Neumayr

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