St. Gilgen – das Oberdrum am Wolfgangsee

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FLACHGAU. In St. Gilgen wurde vor kurzem entdeckt, dass im Flachgau und im Salzkammergut der Isegrim (Wolf) in Österreich noch nicht verschwunden ist. Neben dieser Entdeckung bietet die Gemeinde am Wolfgangsee noch viel mehr seltsames und wunderbares zu entdecken.

Aus Oberdrum wurde St. Gilgen

Der erste Name St. Gilgens lautete Oberdrum – nicht zu verwechseln mit dem Obertrum. St. Gilgen liegt am oberen Teil, also am oberen Trum, des Wolfgangsees – daher der ursprüngliche Name. Der heutige Name der Gemeinde geht auf den Heiligen Ägidius von St. Gilles zurück. Neben St. Gilgen ist dieser Heilige auch Patron der Städte Graz, Klagenfurt und dem schottischen Edinburgh.

Zwei Schübe der Besiedelung

Nachdem Mönche das Gebiet um den Abersee zwischen den Jahren 750 und 1300 kultivierten, standen ganze zehn Häuser dort. Mit Beginn der Schifffahrt auf dem Wolfgangsee 1873 und der Errichtung der Salzkammergut-Lokalbahn 1893 wurde St. Gilgen auch für den Tourismus interessant.


Sehenswürdigkeiten St. Gilgens

Neben den Annehmlichkeiten, die der Wolfgangsee und die einzigartige Landschaft ringsum St. Gilgen bieten, gibt es noch weitere kleiner und größere Anziehungspunkte. Besonders hervorzuheben ist dabei das Mozarthaus St. Gilgen. In der Gemeinde wurde 1720, einen Tag nach Weihnachten, Anna Maria Walburga Mozart, die Mutter von Wolfgang Amadeus Mozart, geboren. Daher wurde das ehemalige Bezirksgericht zu einem Museum umgebaut. Für Mittelalterfans bietet die Burgruine Hüttenstein im Ortsteil Winkl einen fantastischen Anblick.

Der Kanzler und St. Gilgen

St. Gilgen verlieh die Ehrenbürgerschaft nicht nur an Sportler wie den Segler Hubert Raudaschl, sondern auch an einen ausgemachten Liebhaber des Pfälzer Saumagens – an den ehemaligen Kanzler Deutschlands, Helmut Kohl. Dieser verbrachte seinen Ferien häufig in St. Gilgen und brachte der Gemeinde in den 1980er Jahren eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit.

Etwas ganz besonderes bietet die Sage um das Ochsenkreuz. Mehr dazu finden Sie hier.

Fotos: WTG

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