Mit Rucksack zum Lauschkonzert

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STADT SALZBURG. Die Organisatorinnen des „Rucksackprojekts“ in den städtischen Kindergärten haben einen neuen Kooperationspartner an Bord geholt: Die teilnehmenden Mädchen und Buben – derzeit rund 350 – können ab Dezember gratis die „Lausch-Konzerte“ der Stiftung Mozarteum besuchen.

Mit Klassik Lust auf Mehr machen

Bei dieser kindergerechten Konzertreihe begeben sich 3- bis 6-Jährige auf eine Reise durch die Welt der Klänge, die alle Sinne anspricht. „Es ist unser Ziel den Kindern schon früh kulturelle Erlebnisse zu ermöglichen. Sie kommen mit ihrer Gruppe, hören zu, probieren selbst ein Instrument aus. So wird große Musik dem kleinen Publikum auf spielerische Art näher gebracht. Klassische Konzerte sind nicht alltäglich und machen den Kindern Lust auf Mehr!“, ist die für Integration zuständige Anja Hagenauer (SPÖ) überzeugt.

Und so funktioniert das „Rucksackprojekt“

Das „Rucksackprojekt“ ist dieser Tage wieder gestartet, es läuft aktuell in 18 der 34 städtischen Kindergärten. Zum Einsatz kommt dieses Sprachförderprogramm dort, wo der Anteil der Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache überwiegt. Auch Kinder mit deutscher Muttersprache können daran teilnehmen. Einmal in der Woche treffen sich die Eltern von Kindergarten-Kindern, die am Rucksackprojekt teilnehmen, im Kindergarten. Mit einer sogenannten „Stadtteilmutter“ nehmen sie auf Deutsch ein Wochenthema durch – etwa „Essen und Trinken“. Zuhause wiederholen die Eltern die Übungen in der Muttersprache. So wird das Gelernte in beiden Sprachen gefestigt. „Aus Untersuchungen wissen wir, dass nur Kinder, die ihre Muttersprache gut beherrschen, auch mühelos eine neue Sprache erlernen“, weiß Helga Walkner, Leiterin der Kindergartens Gebirgsjägerplatzes und eine der Projektorganisatorinnen. Das „Rucksackprojekt“ ist aber mehr als ein Sprachförderprogramm. Es bereitet die Kinder auch spielerisch auf die Volksschule vor und verstärkt neben Motorik und Merkfähigkeit auch Ausdauer und Konzentrationsvermögen.

Foto: Stadt Salzburg

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