Haus- und Wildtiere zu Silvester schützen

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LAND SALZBURG. Rund um den bevorstehenden Jahreswechsel haben Amateurfeuerwerker wieder Hochsaison. Leuchtkugeln, bunte Raketen und Knallkörper verschiedenster Art werden abgefeuert.  Dieser Silvesterrummel hat jedoch dramatische Auswirkungen auf die Tierwelt. Davor warnte heute, Montag, 29. Dezember, Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler und ersuchte die Salzburgerinnen und Salzburger, beim Feiern Rücksicht auf die Tierwelt zu nehmen. “Der Jahreswechsel wird für viele Tiere zum enormen Stress. Auf Knallkörper und Raketen sollte soweit wie möglich verzichtet werden”, so Tierschutzreferentin Rössler.

Heimische Wald- und Wildtiere reagieren auf die für sie ungewohnten Störungen durch weithin hör- und sichtbare Silvesterraketen mit panikartiger Flucht. Für eine solche Flucht muss besonders viel Energie aufgewendet werden. Vor allem im Winter haben die meisten der heimischen Wildtiere jedoch zu wenig Futter, um den lebensnotwendigen Energiebedarf decken zu können. Schnee und Eis verschärfen diese Situation noch, sodass zusätzlicher Stress sogar zum Tod von Tieren durch Erschöpfung führen kann.

Tipps für die Hunde- und Katzenhaltung in der Silvesternacht

Aber nicht nur Wildtiere, auch Haustiere leiden unter dem ungewohnten, explosionsartigen Lärm. Katzen sollten daher nur kurz aus dem Haus gelassen werden und auf keinen Fall die Silvesternacht im Freien verbringen. Durch Lichtblitze und Knallerei können Hauskatzen zu panikartiger Flucht veranlasst werden und in weiterer Folge die Orientierung verlieren. Es besteht die Gefahr, dass die Katzen dann nicht mehr nach Hause zurückfinden.

Hunde sollten möglichst ihren gewohnten Tagesablauf beibehalten können. Besonders wichtig ist es, dass man als Besitzerin oder Besitzer Ruhe bewahrt, da sich Hunde sehr stark an dem Befinden ihrer Halterin beziehungsweise ihres Halters orientieren. Der Abendspaziergang sollte möglichst bei Tageslicht gemacht und gefährdete Hunde auf keinen Fall von der Leine gelassen werden. In der Wohnung ist es ratsam, Radio oder Fernseher laufen zu lassen und die Tiere möglichst zu beschäftigen. Suchspiele mit geeigneten Leckereien, aber niemals Schokolade oder anderen Süßigkeiten, können Erleichterung und Ablenkung bringen. Sollte das Tier besonders empfindlich sein, so können auch Beruhigungstropfen oder Beruhigungsmittel verabreicht werden. Über geeignete Mittel gibt der Tierarzt Auskunft.

Foto: CC0 Public Domain

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