Georg-Trakl-Preis für Lyrik 2014 geht an Waltraud Seidlhofer

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LAND SALZBURG. Der Georg-Trakl-Preis für Lyrik 2014 geht an die Autorin Waltraud Seidlhofer. Die Entscheidung traf eine unabhängige Jury, bestehend aus Evelyne Polt-Heinzl (Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur in Wien), Rüdiger Görner (Gastprofessor an der Universität Salzburg und der Queen Mary University of London) und Anton Thuswaldner (Literaturkritiker, Salzburg).

Die 1939 in Linz geborene Autorin lebt in Thalheim bei Wels und war als Bibliothekarin in Linz und Wels tätig. Sie ist Mitglied der Linzer Künstlervereinigung Maerz und Gründungsmitglied der Grazer Autorinnen- und Autorenversammlung.

Seidlhofer schreibt Lyrik und Prosa. Seit 1961 veröffentlicht sie kontinuierlich in Zeitschriften und Anthologien sowie im ORF, Radio FRO, Radio Pilsen und Sender Freies Berlin. Übersetzungen erfolgten ins Englische, Tschechische, Slowakische und Spanische sowie aus dem Tschechischen.

19 Buchpublikationen

Ihre erste Buchpublikation war 1971 der vom Kulturamt der Stadt Linz herausgegebene Gedichtband “bestandsaufnahmen”. Es folgten 18 weitere Buchpublikationen, zuletzt die Bände “Tage, Passagen” (2009), “Ausgewählte Gedichte” (2009), “stadtalphabet” (2010), “Singapur oder der Lauf der Dinge” (2012) und gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Gregor M. Lepka, “Danu/Donau, eine Reise” (2012).

Mit großer Ruhe und Konsequenz

Lyrik von der Art Waltraud Seidlhofers sei selten breitenwirksam, hebt die Jury in ihrer Begründung hervor, aber sie “ist für das Selbstverständnis und die Entwicklung einer Gesellschaft und ihres Verständigungsmittels, der Sprache, von größter Bedeutung”. Das Werk Waltraud Seidlhofers sei in Fachkreisen sehr geschätzt. Die Jury charakterisiert dieses Werk mit hohem Respekt: “Waltraud Seidlhofer verfolgt ihr literarisches Projekt seit ihrer ersten Veröffentlichung Mitte der 1960er Jahre mit großer Ruhe und Konsequenz. Ihre lyrische Prosa und ihre Gedichte sind Bestandsaufnahmen, die mit Techniken der klassischen Moderne arbeiten und bei aller Abstraktion nie den Bezug zur Wirklichkeit verleugnen.”

Foto (Montage): Wikipedia.de/ Mitterverlag

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