Die Legende vom heiligen Severin

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TENNENGAU. Es war um das Jahr 453, in dem Jahr in dem viele Europäer vor den Hunnen flohen und der spätere Gotenkönig Theoderich der Große geboren wurde, kam der heilige Severin von Noricum nach Cucullis – das heute als Kuchl bekannt ist.

Severin, der heimische Prometheus

Severin, der um das Jahr 400 geboren wurde, kam mit Kuchl in einen Landstrich, in dem bereits Christen lebten. Trotz der fortschreitenden Christianisierung gehörten der einheimischen Bevölkerung noch viele Götzenanbeter an. Doch es war für den Heiligen nicht immer leicht zu erkennen, wer dem für ihn rechten Glauben folgte. So wirkte er der Legende nach ein Wunder. Er ließ alle Bewohner Kuchls mit Kerzen sich versammeln. Er trat vor sie und betete. Daraufhin wurden die Kerzen der wahren Gläubigen von einem himmlischen Feuer entzündet. Die Kerzen der Ungläubigen allerdings blieben feuerlos. So erkannte nicht nur der Kleriker die Ungläubigen, sondern auch diese ihren Fehlglauben – laut Legende. Die Parallele zur Sage um Prometheus, der das Feuer oder auch die Erkenntnis auf die Welt brachte, ist unverkennbar.

Foto: piqs.de

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