Der Fußballer, der Maturant, der Nationalspieler

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PORTRAIT. Seit 2007 spielt Michael Brandner Fußball beim FC Red Bull Salzburg. Momentan schnürt er seine Schuhe noch für den FC Liefering, der zweiten Mannschaft der Bullen, aber er hat noch hohe Ziele. Nationalspieler ist er schon – mit der U19 stieß er bei der vergangenen EM bis ins Halbfinale vor.

Zuerst die Schule, dann der Fußball

Seine Familie, allen voran seine Mutter Andrea Brandner, ihres Zeichens Gemeinderätin für die SPÖ, sagten ihm klar, dass er neben dem Fußfall ein zweites Standbein brauchen würde – die HAK-Matura. „Ich habe mich sehr leicht getan in der Schule. Daher war es für mich kein großes Problem, die Schule mit dem Fußball zu verknüpfen. Die Schule und die Lehrer haben mich sehr unterstützt. Ich konnte auch mal den Unterricht ausfallen lassen, um in der Früh zum Training gehen zu können. Von dem her gesehen waren die letzten fünf Jahre nicht so schwer gewesen wie man sich dies vorstellt. Die einzigen Fächer, in denen ich mich schwer tat, waren die Sprachen wie Englisch und Französisch. Bei diesen war ich in der fünften Klasse auf der Kippe und bin gerade mal so mit einem Vierer durchgekommen“, erklärt der Jungnationalspieler.

Der nächste Schritt ist die Bundesliga

Trotz Matura ist sein absoluter Traum nach wie vor der Weg des Fußballprofis. „Die Trainer oben schauen schon auf uns – vor allem Adi Hütter. Aber man muss realistisch bleiben. Dort oben sind sehr starke Spieler und in meinem Alter ist vor allem wichtig, Einsatzminuten zu bekommen. Mein Plan ist es in die oberste Liga zu kommen, das ist einfach der nächste Schritt nach zwei Jahren erste Liga, aber wir werden sehen was in einem Jahr sein wird“, so Brandner.

U19-Europameisterschaft

Vom 19. bis 31 Juli fand in Ungarn die U19-Europameisterschaft statt. „Im ersten Spiel war ich ja gesperrt. Somit war mein Einsatz gegen Israel (Anm. 3:0 für Österreich) etwas ganz besonderes, da wir mit dem Sieg das Halbfinale erreichten und die WM-Qualifikation schafften. Das Halbfinale ist leider bitter gelaufen, aber allein das Feeling, in einem Halbfinale zu stehen, bei welchem sehr viele Menschen auf uns schauen, ist immer etwas Besonderes für einen jungen Spieler“, erinnert sich Micheal Brandner.

„Mein Glück ist, dass ich aus Salzburg bin“

Neben soviel Sport findet Michael Brandner Entspannung, vor allem in Salzburg. „Mein Glück ist, ich bin aus Salzburg. Das heißt, dass alle meine Freunde hier sind. Wenn ich mal Freizeit habe, gehen ich mit ihnen ins Kino oder Spiele Fußball auf der Playstation – dort spiele ich meisten mit dem FC Chelsea, meiner Lieblingsmannschaft. Wenn ich etwas mit meinen Freuden unternehme, gelingt es mir auch, den Profifußball etwas zu vergessen und entspannt abzuschalten. Da bin ich sehr froh um meinen Freundeskreis, weil wir uns alle sehr gut verstehen“, schließt Michael Brandner, Spieler des FC Liefering und des österreichischen U19-Nationalteams.

Fotos: red bull / gepa pictures, GEPA, Stefan Köstlinger

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