Das Ochsenkreuz auf der Metzgerinsel

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FLACHGAU. Im ehemals beschaulichen St. Gilgen kann man das Ochsenkreuz bewundert. Es befindet sich auf einer winzigen Insel. Ein wilder Ochse war der Sage nach der Grund dafür.

Der Ochse sprang in den See

Eines Tages ging ein Metzger am Ufer des Wolfgangsees entlang. Angebunden mit einer Leine trottete sein bester Ochse hinter ihm her. Aus einem heute nicht mehr bekannten Grund wurde das gehörnte Tier scheu, machte einen Satz und wollte durch den See der unbekannten Gefahr entkommen.

Der Ochse zog den Bauern über den See

Da der Ochse viele Taler wert war, also einen beträchtlichen Wert für den Bauern darstellte, wollte dieser das starke und mächtige Tier nicht so einfach loslassen. Der Bauer kämpfte verbissen, ehe er vom den Tier in den See gezogen wurde. Dort schwamm der Ochse über eine Stunde mit dem verdutzten Bauern im Schlepptau.

Der Ochse wog nur vier Pfund

Nach dieser Stunde strandeten die beiden auf der Insel, die seit dieser Zeit den Namen Metzgerinsel trägt. Gepeinigt vom kalten Wasser und seiner Todesangst legte der Bauer ein Gelübde ab – soviel Wachs zu opfern, sprich zu spenden, wie der Ochse schwer war. Zur allgemeinen Überraschung wog der Ochse nach der Errettung der beiden sage und schreibe vier Pfund.

Heute ein gemauerter Bildstock

1667 wurde dann das Ochsenkreuz errichtet und wird seitdem stetig erneuert und renoviert, wenn die Zeichen der Zeit dies verlangen. Heute ist es eigentlich ein gemauerter Bildstock.

Fotos: WTG

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