44.000 Mal Beratung und Hilfe in der Elternberatung

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LAND SALZBURG. „Die Elternberatung ist ein wichtiger Teil des feinen Netzes sozialer Hilfestellungen, die das Leben der Menschen konkret und praktisch verbessern. Die multiprofessionellen Teams begleiten Eltern und Kinder in wichtigen Lebensphasen und beugen gesundheitlichen, psychischen oder sozialen Schäden vor.” Zu diesem Schluss kam Sozialreferent Landesrat Heinrich Schellhorn kürzlich bei einem Besuch der neuen Elternberatungsstelle im Freiraum Maxglan in der Kleßheimer Allee in Salzburg.

Die Elternberatung war im August dieses Jahres von der nahen Pfarre Taxham dorthin übersiedelt. Das Team für Maxglan und Taxham – bestehend aus der Sozialarbeiterin Barbara Glück, der Ärztin Dr. Dorli Weinhold sowie der Hebamme Antonia Siller – befand die neuen Räumlichkeiten als sehr geeignet. Es seien die vielen Kleinigkeiten, wie zum Beispiel ein diskreter Beratungsraum, ein eigener Raum für die ärztlichen Untersuchungen, ein wettergeschützter Abstellplatz für die Kinderwägen, ein geschützter Wickelplatz und die Barrierefreiheit, die die Qualität für alle Anwesenden erhöhen.

Von der Stillgruppe bis zu psychologischen Beratung

Angeboten oder ermöglicht wird im Freiraum Maxglan die breite Palette von Dienstleistungen der Elternberatung. Darunter sind: Eltern-Kind Gruppen, Elternberatungsstunden, Mütter-Café, Stillberatung, Babyklubs, Rückbildungsgymnastik, sozialarbeiterische und psychologische Beratung, Pflege- und Ernährungsberatung und vieles mehr. In Taxham und Maxglan kommen auf diese Weise rund 1.000 Kontakte pro Jahr zustande. Für das ganze Land Salzburg weist der Jahresbericht 2013 der Elternberatung 44.403 Kontakte auf.

Soziale Frühwarnung und kein Babybrei

Helene Riedel, Leiterin der Elternberatung Salzburg, wies auf eine besonders positive Seite dieser Einrichtung hin. “Der Besuch der Elternberatung ist niederschwellig und hat mit der Elternschaft als einer besonderen Lebensphase zu tun. Er ist grundsätzlich überhaupt nicht mit Problemen oder einer schwierigen sozialen Situation verbunden. Genau das macht die Elternberatung auch als soziales Frühwarnsystem so bedeutend. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spüren und erfahren in persönlichen Gesprächen, wenn etwas nicht stimmt, wenn Eltern überfordert sind, wenn Beziehungsprobleme überhandnehmen, wenn in den Wohnungen Überbelegung herrscht oder finanzielle Probleme bedrückend werden. Dann kann rechtzeitig gegensteuert werden.”

Auch scheinbar kleine Probleme tauchen in der Praxis der Elternberatung auf. “Es gibt junge mit Fertignahrung aufgewachsene Frauen und Männer, die wirklich nicht wissen, wie man einen Babybrei kocht”, musste Landesrat Schellhorn in Maxglan erfahren.

Foto: LMZ/Neumayr/SB

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